Hundepsychologische Verhaltenstherapie

Wann?

 Bei Verhaltensauffälligkeiten und -störungen, extremer Angst und übermässiger Aggression.

  

Beispiele:

 

Geräuschangst und Geräuschempfindlichkeit, z. B. gegenüber:

  •  Schussgeräuschen
  • Knallgeräuschen
  • Strassenlärm
  • Haushaltsgeräuschen
  • ...

Störungen des  Ernährungsverhaltens:
Fressen unverdaulicher Gegenstände, Kotfressen, ...

Trennungsangst :
Bellen, Heulen, Zerstörungswut, Urinieren, …

 

 Abnormal-repetetives Verhalten (Stereotypie und Zwangsverhalten):

  •  Rute jagen, sich im Kreis drehen
  • Leckdermatitis, Flanke saugen
  • Autoaggression, Angriffe auf den Futternapf
  • Heulen, rhythmisches Bellen
  • Schattenstarren, Lichtreflexe jagen

Übersteigerte Aggression:

 

  • gegenüber Artgenossen, Familienmitgliedern, fremden Menschen, anderen Tierarten
  • territoriale Aggression
  • angst- oder schmerzbedingte Aggression
  • Resourcenagression
  • ...

Eine Kombination mehrerer unerwünschter Verhaltensweisen, wie z. B.

  • Leineziehen
  • übermässiges Bellen
  • Aggression gegenüber Artgenossen
  • ...

 

Wie?

Eine Therapie gliedert sich wie folgt:

  1. Analyse
  2. Beurteilung des Verhaltens
  3. Erstellen eines Trainingsplans
  4. Umsetzung in einzelnen Trainingsschritten

Wie sieht das Ganze im Detail aus?

Nach einem ersten Telefonat findet ein ausführliches Gespräch bei Ihnen statt. Im Rahmen dieses Gesprächs wird anhand Ihrer Schilderungen ein ausführlicher Fragebogen ausgefüllt. Gegebenenfalls - und mit Ihrer Zustimmung - erstelle ich auch eine Videoaufzeichnung. Sie können mir aber auch gerne ein Video zeigen, welches Sie im Vorfeld aufgenommen haben. Das Ganze dient dazu eventuell bestehende Zusammenhänge zwischen der allgemeinen Situation, dem eigentlichen Problemverhalten, den daraus resultierenden Konsequenzen und den bestehenden Bedingungen zu erkennen. Ich erläutere Ihnen notwendige und / oder empfehlenswerte Managementmaßnahmen, und wir beginnen vielleicht schon mit einer ersten Übung.

 

Anhand der gewonnen Informationen erstelle ich eine Verhaltensbeurteilung. Im nächsten Schritt erstelle ich dann einen Trainingsplan, der ganz speziell auf Ihre individuelle Situation mit Ihrem Hund zugeschnitten ist. Sie erhalten eine ausführliche Version des Plans mit Anleitungen und bei Bedarf zusätzliche Handzettel zu den einzelnen Schritten. Wir gehen die wichtigsten Trainingsschritte gemeinsam durch. Bei Angststörungen, Zwangsverhalten, Stereotypien und anderen komplexeren Trainingsteilen begleite ich zumeist alle Therapieschritte; ansonsten nach Bedarf. Sowohl bei Ihnen als auch bei Ihrem Hund wird sich im Laufe der Therapie einiges tun und verändern. Falls es sich also ergeben sollte, werden Therapie und Plan selbstverständlich den sich verändernden Gegebenheiten angepasst.

 

Im Laufe der Trainingseinheiten vermittle ich Ihnen außerdem das erforderliche Wissen über die Bedürfnisse, die Fähigkeiten, das Verhalten, die Kommunikation und das Lernverhalten, sowohl Ihres Hundes als auch allgemein von Hunden. Die meisten Termine finden bei Ihnen statt. Der Vorteil liegt darin, dass ich Sie und Ihren Hund im gewohnten Umfeld kennen lerne und erlebe.

 

Bitte beachten Sie:

  • Bei Verhaltensproblemen, wie Angst, Leinenaggression, Ressourcenaggression, ... werden wir das Verhalten möglichst nicht auslösen. Da ich weiß, wie diese Verhaltensweisen sich äußern, sind Ihre Schilderungen völlig ausreichend. Zum einen bestärkt jedes Zeigen des unerwünschten Verhaltens Ihren Hund weiter in seiner bisherigen Strategie, zum anderen besteht durch das Auslösen von Angst die Gefahr der Zerstörung des Vertrauensverhältnisses und das Auftreten gesundheitlicher Folgen.
  • Die Anzahl der Beratungen ist je nach Grad der Verhaltensstörungen individuell verschieden.

 

- Bei Verdacht auf Erkrankung als mögliche Ursache, empfehle ich vor Therapiebeginn grundsätzlich die Vorstellung Ihres Hundes bei einem Tierarzt. -